Das Fest der Apostel Petrus und Paulus wird seit frühester Zeit gemeinsam gefeiert. Eine „Doppelspitze“ in einer hierarchisch geprägten Kirche ist was Besonderes. Das Duo der beiden, welche „Fels“ und „Völkermissionar“ genannt werden, macht deutlich, dass es eine Vielfalt an Talente und Gaben braucht, damit die Kirche Jesu Christi lebendig ist. Petrus und Paulus haben beim „Apostelkonzil“ in Jerusalem um den Weg der Kirche hart miteinander gerungen und fanden eine diplomatische Lösung. Auch heute brauchen wir den Mut, Vielfalt zu leben, was „katholisch“ bedeutet, und Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Die Vielfalt wird auch sichtbar im synodalen Weg der Kirche. Ich bin sehr dankbar, dass das Zweite Vatikan. Konzil vor 60 Jahren die Vielfalt an Diensten in der Liturgie gefördert hat. Und dass es in der Gemeindeleitung eine gemeinsame Verantwortung gibt, so dass der Gewählte Vorsitzende und der Pfarrer zusammen eine „Doppelspitze“ sind. Gut, dass wir die „katholische Vielfalt“ haben, sie muss aber auch immer neu ernst genommen und gelebt werden.
Pius Angstenberger, Pfarrer
Donnerstag, 26. Juni 2025 | Ein Beitrag von Pastoralteam