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Sich versöhnen und Frieden weitergeben

Impuls zur KW 39

Das nebenstehende Foto zeigt den Blick vom Franziskanerkloster in Poggio Bustone über das Städtchen auf das weite Tal von Rieti in Latium, im Hintergrund die Sabinerberge. Im Sommerurlaub bin ich neben Besuchen von Kirchen und Museen in Florenz auch in Umbrien und Latium gepilgert. Dort finden sich Klöster und Einsiedeleien, die von Franz von Assisi gegründet wurden, tief in den Bergen, von Steineichenwäldern wie in Monteluco umgeben. Eine herrliche Natur- und Bergregion. Franziskus fand in der Stille und im Gebet zu Gott Kraft.

Diese Orte liegen aber auch in der Nähe von Städten, wo er und seine Brüder predigten und die Botschaft Jesu verkündeten. In Poggio Bustone findet sich ein Denkmal zu Ehren des Friedensstifters Franziskus. Im Winter 1209 rief er seine ersten 7 Gefährten zu sich und sagte: „Geht, ihr Lieben, zu zweit in die verschiedenen Teile der Welt und verkündet den Menschen den Frieden.“ Er rang dort auch mit sich selbst. Mit seinen Verlusterfahrungen, mit den Schatten der Vergangenheit. Er musste sich mit sich selbst versöhnen. Nur so lässt sich Frieden weitergeben.

11 Jahre später kamen zum Pfingstkapitel bereits 5000 Brüder in der Portiunkula in Assisi zusammen. Unglaublich, wie schnell die Gemeinschaft wuchs. Sie trugen die Friedensbotschaft Jesu in die ganze Welt hinaus. Auch heute brauchen wir Menschen, die Brücken bauen und Frieden weitergeben, die Menschen versöhnen, die nicht spalten und egoman ihren Machtwillen durchsetzen. 
Pius Angstenberger

Dienstag, 23. September 2025   |   Ein Beitrag von Pastoralteam