Zu einer gut besuchten Informationsveranstaltung am Mittwoch, 28. Januar, konnte Pfarrer Angstenberger zahlreiche Anwohner, interessierte Gemeindemitglieder und Gäste im Franziskushaus begrüßen.
Ziel des Abends war es, frühzeitig über den aktuellen Stand des geplanten Bauvorhabens auf dem Grundstück der katholischen Kirchengemeinde im Horrenwinkel (Lönsstraße/Schillerstraße) zu informieren. Der Gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Rudolf Grill, gab zunächst einen Überblick über die bisherigen Aktivitäten, die Zielsetzung sowie die beteiligten Projektpartner. Zielsetzung des Kirchengemeinderates ist es, auf dem Grundstück eine gemeinwohlorientierte Bebauung zu ermöglichen und diese gemeinsam mit geeigneten Partnern umzusetzen.
Geplant sind drei Baukörper mit insgesamt 19 Wohneinheiten. Zehn der Wohnungen werden barrierefrei ausgeführt. Zudem sind 20 Stellplätze vorgesehen, davon zwei behindertengerecht. Auf den Bau einer Tiefgarage wird aus Kostengründen verzichtet.
Im zweiten Teil des Abends stellten die Projektpartner ihre jeweilige Mitwirkung vor. Die PhiSto Wohnbau GmbH übernimmt die architektonische Planung sowie die schlüsselfertige Realisierung des Gesamtprojekts. Die DI Wirtschaftsberatung GmbH aus Stuttgart verantwortet 18 Wohneinheiten, darunter acht eineinhalb Zimmer-Apartments, die an die Stiftung Liebenau vermietet werden. Die Stiftung Liebenau ist im Bereich der Eingliederungshilfe tätig und begleitet Menschen mit Einschränkungen im Alltag.
Die Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz mietet Wohneinheiten für die Jugendhilfe an. In der geplanten Wohngruppe leben bis zu acht junge Menschen bis 18 Jahre, die zeitweise oder dauerhaft nicht bei ihren Eltern wohnen können. Ein Team pädagogischer Fachkräfte ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr vor Ort. Darüber hinaus ist die Caritas an der Wohnrauminitiative „TürÖFFNER“ beteiligt, deren Ziel es ist, bezahlbaren Wohnraum für Menschen zu schaffen, die auf dem freien Wohnungsmarkt kaum Chancen haben. Die Kirchengemeinde Heilig Geist Steinheim bringt als Initiator Teile ihres Grundstücks ein und erwirbt die Wohneinheit für die Jugendhilfe zur Vermietung an die Caritas.
Abschließend stellte Architekt Philipps die geplanten Grundrisse und Ansichten des Bauvorhabens vor.
In der anschließenden Fragerunde nutzten die Anwesenden die Gelegenheit zum intensiven Austausch. Neben Fragen zur Jugend- und Eingliederungshilfe standen insbesondere die Parksituation, der Verzicht auf eine Tiefgarage und die Anzahl der Stellplätze im Fokus. Der anwesende Steinheimer Bürgermeister Winterhalter ging ausführlich und überzeugend auf diese Punkte ein und erläuterte die Hintergründe.
Pfarrer Angstenberger schloss die Veranstaltung mit einem Dank für die informativen Beiträge und die konstruktive Diskussion. Die Kirchengemeinde und die Projektpartner werden weiterhin in geeigneter Form über den Projektfortschritt informieren.
Ich danke dem Kirchengemeinderat Heilig Geist für den langen Atem, dieses Projekt zu verwirklichen. Ich danke besonders dem Vorsitzenden Rudolf Grill, der als treibender Motor und Inspirator über 8 Jahre in unermüdlicher Arbeit, mit viel Zeit und Herzblut, die Projektpartner zusammenhielt und dieses soziale Leuchtturm-Projekt zum Ziel führte. Ich danke auch Arnold Bonert, der in entscheidender Phase als Kirchenpfleger und mit seiner Expertise einen wichtigen Anteil am Gelingen hat. Wir können sehr dankbar sein, dass dieses Gemeinwohl-orientierte Projekt mit vereinten Kräften auf den Weg gebracht wurde.
Pfarrer Pius Angstenberger
Mittwoch, 4. Februar 2026 | Ein Beitrag von Kirchengemeinderat Heilig Geist